Interpretation: Das Ergebnis zeigt ein Szenario – keine Prognose.
Prüfe vor der Einordnung insbesondere Zeitraum, Ausgangswerte, Veränderungen und produktspezifische Annahmen. Die technische Herleitung und Modellgrenzen findest du unter „Rechenmodell & Transparenz“.
Für ein vertieftes Verständnis nutze bitte zusätzliche redaktionelle Ressourcen und Lerninhalte aus aktuellen, vertrauenswürdigen Quellen oder hole dir professionelle Beratung. Gerne leiten wir dir auch passende Inhalts- oder Beratungsangebote weiter.
Modell
Modellierungen und Berechnungen nachzuvollziehen ist das A und O einer vertrauenswürdigen Simulation. Im Folgenden erklären wir die wesentlichen Punkte. Oben im interaktiven Rechner findest du im Reiter „Buchungen“ eine interaktive Erklärung der einzelnen Operationen.
Umfang des Modells
Der Kredit-Rechner führt eine Restschuld durch Zinsen, planmäßige Annuität und optionale Sondertilgungen. Zinsanteil und Tilgung bleiben getrennt sichtbar.
- 7
- produktspezifische Eingaben für Schuld und Tilgung
- 6
- geordnete Buchungen in jedem Modelljahr
- 1
- fortgeführte Restschuld über die Laufzeit
Zinsen zuerst. Der Jahreszins wird auf die Anfangsschuld berechnet, bevor die planmäßige Rate wirkt.
Planmäßige Rate. Die Zahlung deckt zuerst Zinsen; nur der Rest tilgt. Nicht gedeckte Zinsen werden der Schuld zugeschlagen.
Sondertilgung. Positive Transfers reduzieren nach der Rate die Restschuld und damit spätere Zinsbasen.
Buchungen zeigen, welcher Teil jeder Rate Zinsen deckt und welcher die Schuld reduziert.
Fehlt dir eine Kreditbedingung? Schreib uns und beschreibe die Finanzierung.
Reihenfolge der Berechnung
Der Kredit-Rechner verarbeitet die Jahresprojektion in 6 geordneten Rechenschritten. Jeder Schritt übernimmt den Zwischenstand des vorherigen Schritts.
- 1Kreditauszahlung
- 2Vorzeitige Volltilgung
- 3Sollzinsen
- 4Regelmäßige Kreditrate
- 5Regelmäßige Sondertilgung
- 6Sondertilgung
Konkrete Beträge und Auswirkungen findest du für jedes Jahr im Rechner unter „Buchungen“. Dort stammen Salden und Berechnungsgrundlagen direkt aus der ausgeführten Simulation.
Modellprägende Eingaben
Nicht jede Eingabe wirkt gleich stark. Die folgenden Annahmen prägen den modellierten Verlauf und die ausgewiesenen Kennzahlen besonders.
Schuldendienst
- Kreditsumme und Sollzins
- Die offene Schuld wird mit dem konstanten Jahreszins multipliziert.
- Wirkung im Modell: Eine höhere Schuld oder ein höherer Zins erhöht die Kosten und verlangsamt bei gleicher Rate die Tilgung.
- Monatsrate oder anfängliche Tilgung
- Die Auswahl legt fest, ob die Annuität aus Sollzins und anfänglicher Tilgung berechnet oder über eine Monatsrate vorgegeben wird. Die Simulation bucht die Monatsrate weiterhin als Jahresbetrag.
- Wirkung im Modell: Eine höhere Rate reduziert die Schuld schneller, sofern sie die aufgelaufenen Zinsen übersteigt.
- Sondertilgungen
- Jahresspezifische positive Transfers gelten als zusätzliche Tilgung.
- Wirkung im Modell: Sie senken sofort die Schuld und damit die Zinsbasis späterer Jahre.
Annahmen und Vereinfachungen
Diese Rahmenbedingungen bestimmen, wie das Modell die gewählten Eingaben verarbeitet. Die Grenzen zeigen, an welchen Stellen die Berechnung die Realität bewusst vereinfacht.
Grundannahmen
- Kernsaldo
- Restschuld
- Reihenfolge der Zahlung
- Zuerst Zinsen, danach Tilgung
- Sondertilgung
- Ein positiver Transfer reduziert die Restschuld unmittelbar
- Projektion
- Jährlich vom Startalter bis zum Endalter
Modellgrenzen
Konstanter Zinssatz
Zinsbindungsende, Anschlusszins und Refinanzierung werden nicht modelliert.
Jährliche Zahlungszeitpunkte
Monatliche Tilgung und bankübliche Zinstage werden durch Jahresschritte angenähert.
Keine Vertragsgrenzen
Gebühren, Vorfälligkeitsentschädigung und vereinbarte Sondertilgungsgrenzen fehlen.
Rechts- und Datengrundlagen
Diese Quellen begründen einzelne Regeln und Annahmen des Rechenmodells. Prüfe für weitergehende Informationen stets die aktuelle Fassung der verlinkten Originalquelle.