Interpretation: Das Ergebnis zeigt ein Szenario – keine Prognose.
Prüfe vor der Einordnung insbesondere Zeitraum, Ausgangswerte, Veränderungen und produktspezifische Annahmen. Die technische Herleitung und Modellgrenzen findest du unter „Rechenmodell & Transparenz“.
Für ein vertieftes Verständnis nutze bitte zusätzliche redaktionelle Ressourcen und Lerninhalte aus aktuellen, vertrauenswürdigen Quellen oder hole dir professionelle Beratung. Gerne leiten wir dir auch passende Inhalts- oder Beratungsangebote weiter.
Modell
Modellierungen und Berechnungen nachzuvollziehen ist das A und O einer vertrauenswürdigen Simulation. Im Folgenden erklären wir die wesentlichen Punkte. Oben im interaktiven Rechner findest du im Reiter „Buchungen“ eine interaktive Erklärung der einzelnen Operationen.
Umfang des Modells
Der Konto-Rechner ist ein jährliches Liquiditätskonto. Er verbindet Ein- und Auszahlungen, Kontoführungsgebühren und Dispozinsen in einem fortlaufenden Geldsaldo.
- 7
- produktspezifische Eingaben für Liquidität, Gebühren und Dispo
- 8
- geordnete Buchungen in jedem Modelljahr
- 1
- Geldsaldo, der positiv oder negativ sein kann
Zahlungsabwicklung. Einzahlungen werden vor Entnahmen gebucht; ihr Nettoergebnis bildet den Kontosaldo des Jahres.
Optionale Zusatzausgaben. Im Kundenfall kann das Szenario Giroüberschüsse oberhalb eines konfigurierten Guthabens als Konsum rechnen. Standardmäßig beträgt die Grenze 10.000 € zum Szenariostart und steigt mit der Inflation; verbrauchte Beträge stehen später nicht mehr zur Verfügung.
Überziehung. Nach den Kontoführungsgebühren erzeugt der eingestellte Sollzins auf einen verbleibenden negativen Saldo zusätzliche Kosten und vergrößert den Fehlbetrag.
Im Reiter „Buchungen“ sind Geldbewegungen und Zinsen auf einen negativen Saldo getrennt sichtbar.
Fehlt dir eine Kontoregel oder Gebühr? Schreib uns und beschreibe das Kontoverhalten.
Reihenfolge der Berechnung
Der Konto-Rechner verarbeitet die Jahresprojektion in 8 geordneten Rechenschritten. Jeder Schritt übernimmt den Zwischenstand des vorherigen Schritts.
- 1Kontoschließung
- 2Regelmäßige Einzahlungen
- 3Einzahlungen
- 4Regelmäßige Entnahmen
- 5Entnahmen
- 6Kontoführungsgebühren
- 7Konsum von Giroüberschüssen
- 8Dispozinsen
Konkrete Beträge und Auswirkungen findest du für jedes Jahr im Rechner unter „Buchungen“. Dort stammen Salden und Berechnungsgrundlagen direkt aus der ausgeführten Simulation.
Modellprägende Eingaben
Nicht jede Eingabe wirkt gleich stark. Die folgenden Annahmen prägen den modellierten Verlauf und die ausgewiesenen Kennzahlen besonders.
Liquiditätsannahmen
- Startsaldo und Transfers
- Startbetrag und jährliche Transfers bilden das Geld, das vor Zinsen verfügbar ist.
- Wirkung im Modell: Mehr Zuflüsse verbessern die Liquidität; Abflüsse können das Konto in den Dispo führen.
- Dispozins
- Der eingegebene Jahreszins greift nur, wenn der Saldo nach Transfers, Zusatzausgaben und Kontoführungsgebühren negativ ist.
- Wirkung im Modell: Ein höherer Satz erhöht die jährlichen Kosten und macht einen negativen Saldo negativer.
- Kontoführungsgebühren
- Der eingegebene Monatsbetrag wird in jedem Modelljahr mit zwölf multipliziert und vor den Dispozinsen abgezogen.
- Wirkung im Modell: Die voreingestellten 5 Euro pro Monat ergeben 60 Euro Kosten pro Modelljahr und können einen negativen Saldo zusätzlich erhöhen.
- Giroverbrauch im Szenario
- Im Girokonto werden Guthaben und jährliche Dynamik festgelegt. Standard sind 10.000 € mit der Inflation des Szenarios als Dynamik. Die Dynamik lässt sich im Baustein überschreiben; 0 % halten die Grenze nominal konstant.
- Wirkung im Modell: Verbleibendes Guthaben über der Grenze wird jährlich verbraucht und kann spätere Zahlungen nicht mehr finanzieren.
Annahmen und Vereinfachungen
Diese Rahmenbedingungen bestimmen, wie das Modell die gewählten Eingaben verarbeitet. Die Grenzen zeigen, an welchen Stellen die Berechnung die Realität bewusst vereinfacht.
Grundannahmen
- Kernsaldo
- Positiver Kontostand und Dispo
- Modellregel
- In jeder Szenariokomposition sollte mindestens ein Standardkonto vorhanden sein
- Behandlung negativer Salden
- Ein negativer Kontostand wird als Dispo geführt und mit Sollzinsen belastet
- Projektion
- Jährlich vom Startalter bis zum Endalter
Modellgrenzen
Jährliche Zusammenfassung
Zahlungstage, Tagessalden und unterjährige Dispozinsen werden nicht modelliert.
Kein Banktarif
Gebührenstaffeln, Dispolimits, Guthabenzinsen und weitere bankspezifische Bedingungen fehlen.
Grenze des Einzelrechners
Die automatische Verrechnung mit Einnahmen, Ausgaben, Reserve und Depot findet nur in der umfassenden Szenarioberechnung statt.
Rechts- und Datengrundlagen
Diese Quellen begründen einzelne Regeln und Annahmen des Rechenmodells. Prüfe für weitergehende Informationen stets die aktuelle Fassung der verlinkten Originalquelle.